÷ GNU/Linux

 



GNU - "GNU is not Unix",
Free Software Foundation
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Linux (Kernel),
Linus Torvalds

 


GNU/Linux, auch bekannt als "Linux"...

Was ist Linux ?

Linux ist ein Betriebssystem, also ein Programm, das beim Start des Computers geladen wird und es erst ermöglicht, dass andere Programme laufen können. Zu den Aufgaben eines Betriebssystems gehört die Interaktion mit der Hardware, meist mit Hilfe von Treibern, die Verwaltung der laufenden Programme, und die Speicherverwaltung.

Die wichtigste Eigenschaft von Linux ist, dass es frei ist. Es werden keine Lizenzen benötigt, gleichgültig für welchen Einsatzzweck. Daher ist es normalerweise viel günstiger als andere Betriebssysteme. Und die Freiheit geht noch weiter. Der gesamte Quellcode ist unter den Bedingungen der GPL (GNU General Public License) frei verfügbar, d.h. er wird meist mitgeliefert oder kann von öffentlichen Servern aus dem Internet geholt werden. Doch die Freiheit endet hier nicht: Jeder, der die Fähigkeit dazu hat, kann Linux modifizieren und diese modifizierte Version unter den Bedingungen der GPL publik machen.

Diese Freiheit hat dazu geführt, daß sich zahlreiche Leute mit Linux befassen, neue Features und Korrekturen beitragen und das Sytem so immer weiter ausbauen und verbreiten. Linux wurde ursprünglich für Intel-PCs entwickelt, läuft aber heute auf allen modernen PCs, einigen Workstations, Kleingeräten wie PDAs (Personal Digital Assistants), auf Großrechnern von IBM und Hitachi, und vereinzelt schon in Handys.

Mit Sicherheit gibt es heute über 20, eher 30 Millionen Linux-Benutzer weltweit, und es werden immer mehr. Umso mehr, als der Hauptkonkurrent Microsoft, der für seine Geschäftspraktiken bekannt ist, weiterhin seine Kunden mit teuren und restriktiven Produkten verärgert.

Linux Distributionen

Wenn man von Linux spricht, meint man meist ein Komplettsystem mit grafischer Oberfläche. Eigentlich ist Linux aber nur der Kern (engl. Kernel) des Systems. Alles, was der Benutzer an Programmen und Applikationen startet, gehört nicht zum Kernel, sondern stammt aus den verschiedensten anderen Quellen, unter anderem aus dem GNU-Projekt der Free Software Foundation.

Während man ein Linux-System vollständig selbst zusammenstellen kann, ist es für die meisten Benutzer am einfachsten, eine sogenannte Distribution zu verwenden. Diese enthält den Linux-Kernel, meist mit vom Distributor mit zusätzlichen Verbesserungen versehen, sowie die eben genannten zusätzlichen Programme. Das kostet nicht viel und erspart einem die immense Arbeit, alles selbst zusammenzustellen.

Die in den Distributionen enthaltenen Programme sind fast alle ebenfalls frei erhältlich, auch wenn sie teilweise unter anderen Lizenzen stehen. Alle diese Lizenzen sind sogenannte Open-Source-Lizenzen. Das heißt, daß man diese Programme kostenlos erhält und der Quellcode verfügbar ist.

Vorteile

  • Open Source: Erhältlich als Quellcode oder als einfach zu installierende Distribution in Binärformat.
     
  • Exzellenter Support: Hilfe, Tipps und Updates gibt es in beliebiger Vielfalt im Internet. Kommerzieller Support wird von den Distributoren und unabhängigen Systemhäusern geleistet.
     
  • Enorme Flexibilität: Linux läuft auf unzähligen Systemen von kleinen Handhelds oder Embedded-Systemen über normale PCs, Server und Workstations bis hin zu Systemen, die die Leistungsfähigkeit großer Supercomputer erreichen. Neuerdings läuft es auch auf Großrechnern von IBM (S/390) und Hitachi. Außerdem kann es um Echtzeitfähigkeiten erweitert und im industriellen Bereich eingesetzt werden.
     
  • Viele Applikationen verfügbar. Die meisten davon sind frei und von exzellenter Qualität. Einige Applikationen, die für andere Systeme richtig Geld kosten, sind für Linux sogar frei erhältlich!
     
  • Kein Ärger und keine Einschränkungen mit Software-Lizenzen.
     
  • Die Installation kann vollautomatisch ablaufen.
     
  • Keine Abhängigkeit von einem einzelnen Softwarehersteller.
     
  • Es ist nicht auf PCs beschränkt. Wer auf eine Hochleistungs-Workstation (Sun, Compaq, SGI, HP, IBM), einen Mac, Atari, Amiga oder Acorn umsteigen will, kann auf diesen Rechnern seine gewohnte Umgebung haben.
     
  • Sehr stabil und zuverlässig. Es ist im Einsatz in High-End-Systemen mit Millionen von HTTP-Zugriffen am Tag, Mail-Servern mit über 10000 Emails täglich, auf SMP-Servern und Workstations.
     
  • Konform mit allen relevanten offenen Standards. Linux führt keine propietären Standards ein, die die Kompatibilität mit anderen Systemen einschränken.
     
  • Es wird rasch weiterentwickelt und ist technisch eines der führenden Betriebssysteme. Inzwischen ist es auch eines der schnellsten und zuverlässigsten Betriebssysteme für PCs.
     
  • Hohe Sicherheit: Durch das Multiuser-Konzept kann jedes Programm mit gerade soviel Rechten ablaufen, wie es benötigt. Durch die Verfügbarkeit der Quellen ist das System durchschaubar und Hintertüren sind ausgeschlossen. Viren und trojanische Pferde sind unter Linux nur sehr schwer zu implementieren und haben nahezu keine Chance.
       
  • Es kann vollständig aus der Ferne administriert werden und daher auch ohne Bildschirm und Tastatur laufen, was mehrfach Kosten sparen kann: bei der Hardware und auch bei den Personalkosten für die Administration.
     
  • Die meisten Anpassungen erfordern nur simple Änderungen in Konfigurationsdateien ohne Reboot.
     
  • Der Desktop kann mit Themes frei an den individuellen Geschmack angepaßt werden.
       

Nachteile

  • Lücken in der Hardware-Unterstützung. Hardware, deren Spezifikationen nicht offengelegt werden, wird fast nicht unterstützt. Wenn man jedoch beim Kauf der Hardware auf Linux-Kompatibilität achtet, hat man wenig Probleme.
       
  • Es fehlt an Applikationen in speziellen Bereichen, z.B. Branchensoftware
       
  • Abhängigkeit vom Internet: Wer keinen kommerziellen Support wünscht, kann ohne Internet-Zugang nur sehr schwer Support erhalten. Dieses Argument ist bei genauerer Betrachtung ziemlich dünn. Es gibt sehr viele Bücher und Zeitschriften zu Linux und den telefonischen Installationssupport der Distributoren. 
       
  • Windows-Programme laufen nicht, unter anderem auch viele Spiele (das kann man natürlich auch als Vorteil ansehen). Viele Programme laufen allerdings unter dem freien Windows-API WINE.

Linux nutzen

Als allererstes benötigt man natürlich erst mal Linux selbst. Hier ist nun die Auswahl einer Distribution zu treffen. Sehr verbreitet und zudem auch noch einfach zu bedienen ist die noch relativ junge Distribution 

welche ein Ableger der Debian Linux Distribution ist und sich besonders für Linux-Neulinge eignet.

Eine Einsteigeranleitung für Ubuntu findet man hier:

http://wiki.ubuntuusers.de/Einsteiger

Einsteigern sei wärmstens empfohlen diese Distribution zu nutzen, weil sie sich vor allem an Linux Neulinge richtet. Natürlich kann man auch auf eine der vielen anderen Distributionen zurückgreifen:


Einige Distributionen sind auch als LiveCD erhältlich. Man kann eine CD herunterladen, seinen Computer von dieser CD starten lassen und so Linux auf dem eigenen Computer ausprobieren ohne Modifikationen an der eigenen Festplatte vorzunehmen.

Wenn Sie einmal ein Problem haben, besuchen Sie eines der vielen Linux-Foren im Internet. Dort hilft man Ihnen gerne.

Und nun: Viel Erfolg !

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